07.02.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Auf der Suche nach einem neuen Marktgleichgewicht

Auf der Suche nach einem neuen Marktgleichgewicht
Der DAX® musste gestern erwartungsgemäß das dritte Abwärtsgap (12.622 zu 12.550 Punkte) in Folge verkraften. Aus charttechnischer Sicht hatten sich die jüngsten Turbulenzen durch den Rutsch unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.754 Punkten) bzw. unter das Tief vom 2. Januar (12.745 Punkte) angedeutet. Schließlich liegt seither eine Toppbildung in Form eines klassischen Doppeltopps vor (siehe Chart). Rein rechnerisch lässt sich aus dem oberen Umkehrmuster ein Abschlagspotential von rund 800 Punkten ableiten. Perspektivisch dürften deshalb das Tief vom August 2017 bei 11.869 Punkten sowie der Aufwärtstrend seit Anfang 2016 (akt. bei 11.847 Punkten) in den Fokus rücken. Vor diesem Hintergrund war die knappe Rückeroberung des alten Rekordhochs vom April 2015 (12.391 Punkte) wichtig. Die eingangs beschriebene Serie von Abwärtskurslücken ist ein sehr seltenes Phänomen, welches letztmals während der „Atomkatastrophe“ von Fukushima auftrat. Kurzfristig scheint der Markt deshalb vom Faktor „Angst“ dominiert zu sein. Um den DAX® zu stabilisieren, ist ein Schließen des jüngsten Gaps nötig. Aber erst eine Rückeroberung der 200-Tages-Linie – gleichbedeutend mit der Negierung des o. g. Doppeltopps – verbessert die charttechnische Situation nachhaltig.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Jahrestief 2017 im Fokus
Das Abgleiten unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 15,37 EUR) sowie der Bruch des Erholungstrends seit September 2017 (akt. bei 15,18 EUR) haben ihre Wirkung auf die Aktie der Deutschen Bank nicht verfehlt (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 2. Februar). Die Häufung an Abwärtskurslücken in den letzten Tagen hat den Banktitel bis in den Bereich der Kernunterstützung aus dem 50%-Fibonacci-Retracement des gesamten Erholungsimpulses von September 2016 bis Mai 2017 (13,33 EUR) und dem Jahrestief von 2017 (13,11 EUR) geführt. Diese Bastion gilt es unbedingt zu verteidigen, da ansonsten die Kursentwicklung der letzten 14 Monate übergeordnet als Toppbildung interpretiert werden müsste (siehe Chart). Das Abschlagspotential von knapp 5 EUR ließe bei einer negativen Weichenstellung sogar ein Ausloten des historischen Tiefstandes vom September 2016 bei 8,83 EUR befürchten. Auf der Oberseite sollten Anleger die obere Gapkante der jüngsten Kurslücke bei 13,62 EUR beachten. Eine Rückeroberung dieses Levels liefert ein erstes Indiz dafür, dass die Unterstützung bei gut 13 EUR letztlich gehalten hat. Derzeit überwiegen aber eindeutig die Risiken.
 
 
  Deutsche Bank (Daily)  
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Gehalten, wo es halten muss?
Bei der Suche nach einem Titel, der trotz der Korrektur der letzten Tage mehr Chancen als Risiken bereithält, sind wir auf die Infineon-Aktie gestoßen. Ein potentielles Doppeltopp hat das Technologiepapier zuletzt bis in den Dunstkreis einer charttechnisch extrem wichtigen Haltezone gedrückt (siehe Chart). Gemeint ist die Bastion aus dem Tief vom Dezember 2017 (21,89 EUR), dem 50%-Fibonacci-Retracement des letzten Hausseimpulses von Sommer vergangenen Jahres bis Januar 2018 (21,66 EUR) sowie dem im Sommer 2015 etablierten Aufwärtstrend (akt. bei 21,55 EUR). Abgerundet wird die auf diesem Niveau bestehende Kreuzunterstützung durch die 200-Tages-Linie (akt. bei 21,12 EUR). Das gestrige „reversal“ auf Basis der beschriebenen Kernunterstützung weckt nun die Hoffnung auf eine „versagende Toppbildung“. Ein solches „false break“ auf der Unterseite würde einen erneuten Aufwärtsimpuls in Richtung der beiden zyklischen Hochpunkte bei 25,50 EUR ebnen. Eine engmaschige Absicherung auf Basis der o. g. langfristigen Glättung gewährleistet im Umkehrschluss ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV).
 
 
  Infineon Technologies (Daily)  
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