18.04.2017 - 09:00 HSBC

DAX® - Hohe Zeitebene diszipliniert

Hohe Zeitebene diszipliniert
Das lange Osterwochenende möchten wir zum Anlass nehmen, um mal wieder das langfristige Chartbild des DAX® unter die Lupe zu nehmen. Der Monatschart der deutschen Standardwerte stellt dabei ein wesentliches Disziplinierungsinstrument dar, damit Anleger die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen. Schließlich brachte das Jahr 2016 nicht nur einen doppelten Test des Aufwärtstrends seit März 2009 (akt. bei 10.255 Punkten), sondern im weiteren Verlauf die Auflösung der eingezeichneten trendbestätigenden Flagge (siehe Chart). Darüber hinaus steht für die letzten Monate jeweils eine Folge steigender Tief- und steigender Hochpunkte zu Buche – gemäß Charles Dow die idealtypische Situation, welche einen intakten Haussetrend signalisiert. Als letztes Positivargument können Anleger im März den höchsten jemals erreichten Monatsschlusskurs (12.313 Punkte) auf der Habenseite verbuchen. Vor diesem Hintergrund sollten sich Anleger von dem Luftholen der letzten zwei Wochen nicht irritieren lassen. Vielmehr erwarten wir im Anschluss an eine milde Konsolidierung einen Sprung über das jüngste Verlaufshoch und den historischen Rekordstand bei 12.376/91 Punkten, was nochmals für einen Katalysator auf der Oberseite sorgen sollte.

DAX® (Monthly)
chart

Drahtseilakt hält an
Der Euro bewegt sich derzeit zum US-Dollar in einem zusehends enger werdenden Spannungsfeld. Die Einheitswährung hat zuletzt auf Basis des kurzfristigen Erholungstrends seit dem Jahresbeginn 2017 (akt. bei 1,0618 USD) die Kurve bekommen und konnte damit eine negative Auflösung der drohenden Konsolidierungsflagge (siehe Chart) abwenden. Der Bruch dieses Trends würde u. E. ein frühes Indiz dafür liefern, dass die massive Haltezone aus den Tiefständen der letzten zwei Jahre bei 1,0456/1,0339 USD wieder in den Fokus rückt. Auf der Oberseite bleibt es indes bei der entscheidenden Kumulationszone bei gut 1,08 USD. Auf diesem Niveau bilden die letzten Verlaufshochs im Zusammenspiel mit dem 38,2 %-Fibonacci-Retracement des Abwärtsimpulses von Mai 2016 bis Januar 2017 (1,0826 USD), dem knapp 1-jährigen Abwärtstrend sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,0834/44 USD) ein echtes Barrierenbündel. Gelingt der Einheitswährung der Sprung über das angeführte Widerstandscluster wäre eine multiple inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation vervollständigt, aus der sich immerhin ein rechnerisches Anschlusspotential von gut fünf US-Cents ableiten ließe. Unter dem Strich spielt der Euro zum Greenback derzeit „mit dem Feuer“ und steuert dabei auf eine klassische Entscheidungssituation zu.

EUR/USD (Daily)
chart

Am Ball bleiben – Stopps nachziehen
Mit einem Kursplus von gut 11 % stellt die Vonovia-Aktie die Wertentwicklung des DAX® von gut 6 % im bisherigen Jahresverlauf locker in den Schatten. Mit der Bestätigung des langfristigen Aufwärtstrends seit Ende 2013 (akt. bei 31,46 EUR), einer abgeschlossenen Schulter-Kopf-Schulter-Formation und der Rückeroberung der 200-Tages-Linie (akt. bei 32,52 EUR) lieferte das Papier eine Vielzahl an charttechnischen Positivargumenten (siehe „Daily Trading“ vom 9. Februar). Da MACD und Aroon unverändert einen intakten Aufwärtstrend signalisieren, nimmt das Papier nun Kurs auf das bisherige Allzeithoch vom August 2016 bei 37,00 EUR. In dieser Hinsicht kam es zuletzt sogar nochmals zu einem vielversprechenden Signal: So hat die 38-Tages-Linie (akt. bei 32,98 EUR) kürzlich das o. g. längerfristige Pendant von unten nach oben durchschnitten – ein Indiz dafür, dass der zugrundeliegende Haussetrend weiter Fahrt aufnimmt. Aber auch unter Risikogesichtspunkten liefert die aktuelle Kursentwicklung eine wichtige Hilfestellung. Schließlich geben die Hochs vom 2. März 2015 und 22. Februar 2017 bei 33,56/49 EUR Anlegern die Gelegenheit, den Stopp für bestehende Engagements auf diese Bastion nachzuziehen.

Vonovia (Daily)
chart

Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?








HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de