20.04.2017 - 08:00 HSBC

DAX® - „Bullishe“ Flaggenbildung?

„Bullishe“ Flaggenbildung?
Der DAX® zeigt sich seit Beginn des Monats leicht angeschlagen. Zunehmend drängt sich die Frage auf, ob sich der deutsche Leitindex längerfristig auf den Weg gen Süden macht oder sich nur ein kurzes Kräftesammeln gönnt. Der gestrige Tag unterstützt dabei das zuletzt angeführte Szenario. So stimmt konstruktiv, dass sich der DAX® genau im Bereich der unteren Begrenzung des Ende März ausgeprägten Aufwärtsgaps bei 11.996 Punkten stabilisieren konnte. In diesem Bereich verläuft auf Stundenbasis auch die Parallele (akt. bei 11.973 Punkten) zum kurzfristigen Abwärtstrend seit Anfang April. Ein Ausbruch aus dem Trendkanal gen Süden und ein resultierender Abwärtsimpuls konnten entsprechend vermieden werden. Tatsächlich stehen die Chancen nun sogar gut, dass die Aktienmarktbullen kurzfristig die o. g. Trendparallele als Sprungbrett auf der Oberseite nutzen. In diesem Fall rückt zeitnah auch ein Wiedersehen mit der oberen Begrenzung (akt. bei 12.173 Punkten) des angeführten Abwärtstrendkanals wieder auf die Agenda. Gelingt der Sprung über diese Marke, wäre aus technischer Sicht eine abwärtsgerichtete Flagge zugunsten der Bullen aufgelöst, was die Einschätzung manifestieren würde, dass es sich bei der jüngsten Schwäche lediglich um eine Atempause handelt.
 
 
  DAX® (1 Hour)  
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Vor neuem Vola-Impuls?
Seit mindestens drei Jahren bewegt sich die Metro-Aktie seitwärts. Die beschriebene Bewegungsarmut schlägt sich in dicht beieinanderliegenden Bollinger Bändern nieder. Interessanterweise ist der Abstand der beiden Begrenzungen des Volatilitätsindikators in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) historisch eng – eine Situation, die äußerst selten vorkommt. In der Vergangenheit war diese Konstellation oftmals der Nährboden, um einen neuen nachhaltigen Trend zu etablieren. Diese Erwartungshaltung wird durch die gleitenden Durchschnitte der letzten 200 Tage bzw. 200 Wochen untermauert, die derzeit fast deckungsgleich sind (28,75 EUR vs. 28,77 EUR). Vor diesem Hintergrund definieren wir einen Anstieg über die Hochs bei gut 30 EUR als Signalgeber dafür, dass das Papier die beiden Durchschnittslinien als Sprungbrett nach oben nutzen wird. Im Erfolgsfall dürfte das bisherige Jahreshoch bei 32,27 EUR nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum Pendant des Jahres 2015 bei 34,81 EUR darstellen. Auf der Unterseite steht dem Titel mit der angeführten Bastion aus den 200-Tages- sowie der 200-Wochen-Glättungen eine wichtige Haltezone zur Verfügung.
 
 
  Metro (Weekly)  
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Außer Spesen Nichts gewesen
Der Euro Stoxx50® befindet sich seit nunmehr gut sechs Jahren im Spannungsfeld zwischen dem Basisabwärtstrend seit dem Jahr 2000 und dem 2011 etablierten Aufwärtstrend (siehe Chart). Ein Bruch der jeweiligen Trendlinie hätte weitreichenden Einfluss auf die weiteren Perspektiven des Aktienindex, auch weil im Ausbruchsfall der Abschluss einer Dreiecksformation für zusätzliche Dynamik sorgen sollte. Nun scheint der jüngste Versuch der Bullen gescheitert, das Ruder durch einen Sprung über den o. g. Baissetrend seit 2011 (akt. bei 3.545 Punkten) auf ihre Seite zu reißen. Die technischen Indikatoren auf Wochenbasis quittieren den Fehlversuch mit einem frischen Ausstiegssignal seitens des Stochastik. Der Oszillator hat zudem viel Spielraum, um weitere Kursverluste zu begleiten. Anleger sollten sich vor diesem Hintergrund mittelfristig mit einer Bewegung in Richtung der unteren Dreiecksbegrenzung (akt. bei 3.052 Punkten) anfreunden. Zuvor stellt die Kombination aus der 38- und 200-Wochen-Linie (akt. bei 3.194/72 Punkte) noch eine nennenswerte Unterstützungszone dar. Im Bereich von rund 3.000 Punkten wird dann spannend, ob die Bären das Steuer längerfristig in die Hand nehmen können.
 
 
  EURO STOXX 50® (Weekly)  
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